Otto Piene

(1928-2014)


Otto Piene war ein großer Pionier der nationalen als auch internationalen Kunstszene. Geboren 1928 in Laasphe, besuchte er die Kunstakademien in München und Düsseldorf. 1957 gründet er zusammen mit Heinz Mack die einflussreiche Künstlergruppe ZERO, der sich später auch Günther Uecker anschließt.


Piene beginnt, mit Licht und Schatten, Luft und Feuer zu experimentieren. Seine Feuerbilder besprüht der Künstler mit dicken Schichten Autolack auf Papier oder Leinwand und entzündet sie, sodass die Farben Blasen schlägt. Es entstehen Werke mit einmaliger Wirkung und unverwechselbarem Oberflächencharakter.


Ein weiteres Thema bei Piene war der Regenbogen als künstlerisches Motiv. Er zieht sich durch sein gesamtes Werk. 1972 projizierte Piene für die Abschlussfeier der Olympischen Spiele von München einen riesigen Regenbogen in den Nachthimmel.


Seine produktive Zusammenarbeit mit Technikern und Naturwissenschaftlern eröffnete der Kunst neue Perspektiven, die auch heute noch viele Künstler beeinflussen. Seine Arbeiten sind auf der ganzen Welt in mehr als 200 Museen und öffentlichen Sammlungen vertreten. Bedeutende Preise wie der 2003 verliehene „Leonardo da Vinci World Award of Arts“ des Weltkulturrats rühmen sein Werk. Seit 2016 ist auch Asteroid nach ihm benannt.


Durch Projekte wie „ein Bild für BILD“ ist Piene auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden.

Otto Piene lebte und arbeitete bis zu seinem Tod 2014 in Düsseldorf, Cambridge und Groton, Massachusetts.