Franz Hecker (1870 – 1944)

Franz Hecker (1870-1944) war ein deutscher Maler. Er wurde in 1870 in Bersenbrück geboren. Er zog nach dem Tod seines Vaters mit seiner Familie nach Osnabrück. Dort besuchte Franz Hecker das Carolinum Gymnasium, ging aber ohne Abitur von der Schule. Er machte eine Banklehre, die er jedoch abbrach. Der aus Bersenbrück stammende Künstler ging von 1890 bis 1893 nach Düsseldorf an die Kunstakademie. An der Hochschule lernte er auch Otto Modersohn, Heinrich Vogeler und Fritz Overbeck kennen, daher besuchte er regelmäßig die Künstlerkolonie Worpswede.

 

1893 war er auf einer Studienreise in München und 1895 in Paris.Weitere Reisen führten Franz Hecker in die Niederlande und nach Italien. 1900 kehrte der Künstler nach Osnabrück zurück In den Jahren 1902 bis 1912 lebte er auf Gut Sandfort. 1912 bezog er die Villa am Schölerberg. Seine Arbeiten (Radierung, Gemälde, etc.) sind stark vom Impressionismus geprägt. Weit über 1000 Werke hat der Osnabrücker Künstler in seiner Zeit geschaffen.

 

am 09. Januar 1944 wurde ihm die Justus Möser Medaille der Stadt Osnabrück verliehen. Franz Hecker verstarb im zweiten Weltkrieg 1944 durch einen Bombenangriff als eine Bombe in den Eingang des in seinem Wohnhaus Nahe des Zoos befindlichen Bunkers rollte.

 

Er war ein gegeisterer Hobbymusikant, der mit seinen Freunden ein Streichquartett bildete. Dem Quartett gehörten Bernhard Wiemann, Rudolf Gosling sowie der spätere Geheimrat Scheider an. Er hat zu dieser Begegnung die Radierung Quartett aus dem Jahr 1908 geschaffen. 1909 erschuf er die Sonate, als weiteres musisches Motiv. Ebenfalls 1909 entstand neben dem Gemälde mit dem Titel die Musikanten auch die Arbeit als Grafik. Viele weitere Arbeiten zeigen Motive des Osnabrücker Landes.

 

1870 geboren und 1944 durch einen Bombenangriff zum Ende des zweiten Weltkrieg verstorben. Ein ungewöhnliches Leben für eine ungewöhnliche künstlerische Persönlichkeit.

 

Viele seiner Werke waren landschaftliche Motive und Persönlichkeiten aus Bersenbrück und sind vom Impressionismus inspiriert. Insgesamt schuf Franz Hecker mehr als tausend Werke in unterschiedlichen Techniken. Auch die Wandgemälde in den Sitzungssälen des Bersenbrücker Rathauses von 1913 stammen von ihm. Franz Hecker ist im städtischen Museum vertreten. 2020 gab es eine Ausstellung der Gemälde im Museum Osnabrück.

 

Besonders beliebt sind seine Radierungen, die ihn auch überregional bekannt gemacht haben. Er hat diese Arbeiten in der Regel von Hand signiert, jedoch nicht nummeriert. Beliebte Radierungen Heckers sind u.a. Primula Veris, Barenaue, Schumla, Dorfpolitiker, Quartett, Der Türmer oder auch Feierabend genannt, Mühle im Schnee, Kreuz am Wege, Am Brunnen, Winter mit Baum von 1910, oder Winter von 1907 aus der seltenen Mappe Aus unserer Heimat (Hamm D1), seltene Arbeiten wie Im Park, der Spaziergang, Stilles Wasser, Pfingsten, Märztag, Musikanten, Sonate oder unser Apfelbaum von 1909.

 

Im Jahr 2020 fand die letzte ausstellung im Museumsquartier statt. Weitere Informationen über die Arbeiten von Franz Hecker erhält man im umfassenden Werkverzeichnis Ulrike Hamm, Gemälde, Pastelle, Druckgrafik aus dem Jahr 1997.