A.R. Penck

1939-2017

A. R. Penck zählte zu den renommiertesten Künstlern der Gegenwart. Seine Werke befinden sich u.a. in den Sammlungen des Museum of Modern Art in New York, des Stedelijk Museum in Amsterdam und der Hamburger Kunsthalle.

Er war Schlagzeuger in einer Jazzband, schrieb und machte Filme. Aber man kennt ihn eigentlich durch seine „Elementarzeichen-Figuren“, die immer auch an Höhlenzeichnungen erinnern.

Einen zentralen Stellenwert im Werk des Künstlers nimmt die nur selten in Ausstellungen gezeigte Druckgrafik ein. In seinem umfangreichen druckgrafischen Werk formulierte, überprüfte und variierte Penck Bildvorstellungen, die er zuvor in Gemälden entwickelte.

Penck wurde am 5.10.1939 in Dresden als Ralf Winkler geboren. Seine künstlerische Tätigkeit in der DDR, die er erst 1980 endgültig verließ, veranlasste ihn immer wieder dazu sich Pseudonyme zuzulegen: 1973 Mike Hammer; 1974-76 TM; 1976 Y.

Er bewarb er sich zunächst erfolglos an den Kunsthochschulen. Mit Abendkursen an der Dresdener Hochschule und Gelegenheitsarbeiten schlug er sich dann durch. Seine ersten realistischen Bilder sind noch stark von dem Stil Rembrandt und des frühen Picassos geprägt. Erst 1961 wandte er sich von der realistischen Malweise ab. Es entstanden die sogenannten Systembilder. Chiffren reduzierter Menschendarstellungen, die die grundlegenden zwischenmenschlichen Beziehungen darstellen sollen.


Seine Freundschaft mit Jörg Immendorff erkennt man an einer intensiven Zusammenarbeit ab 1976. Ein Jahr später begann Penck mit seinen ersten Radierungen. Siebdrucken und selbstgestalteten Büchern. Die Übersiedlung 1980 nach Köln initiierte die Serie „Standart-West“. 1983 zog A.R. Penck nach London. 1985 erhielt er den Kunstpreis Aachen. 1988 wurde er als Professor für Malerei an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2003 lebte und arbeitete der Künstler in Dublin, Irland. Im Jahr 2017 verstarb er.

 

 

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